Unsere Kirche

Die Martinuskirche Deutsch Evern ist eine ganz besondere Kirche! Ursprünglich war das Gebäude ein Bauernhaus. Im Jahre 1665 erbauten Hans Heitmanns und Anna Meyers ihr neues Bauernhaus als Zweiständerhaus auf dem Hof Nr. 1 in Deutsch Evern. Über 300 Jahre hat das Haus ohne große Schäden an Ort und Stelle gestanden. Doch in den 1980´er Jahren drohte das alte Gebäude dann endgültig zu verfallen.

Zeitgleich entstand in der jungen, eigenständig werdenden Kirchengemeinde der Wunsch, neben dem im November 1982 eingeweihten Pfarrhaus samt Konfirmandensaal, eine eigene Kirche zu errichten. Zu diesem Zweck wurde 1985 ein Kirchbauverein gegründet. So kam es, dass die Kirchengemeinde das alte Haus 1987 kaufte und es in ca. 300 m Entfernung auf dem Hengstberg, in direkter Nachbarschaft zum Pfarrhaus, als Martinuskirche wieder aufbaute. Initiator und Ideengeber war, zusammen mit dem Kirchenvorstand, der damalige Pastor Christian Schnabel.

Beim Wiederaufbau haben viele Kirchenmitglieder monatelang ehrenamtlich geholfen. Etwa 80% der alten Holzteile und alle Steine aus den Gefachen konnten wieder verwendet werden. Die alten Baustrukturen sind gut sichtbar erhalten geblieben, so ist in der früheren Deel (Diele) viel Platz für die Gemeinde. An der ehemaligen Feuerstelle befindet sich der, von dem Künstler Friedrich Press, gestaltete Altarraum.

Das theologische Thema des Altarbereiches lautet „Gesetz und Evangelium“. So schuf Friedrich Press, neben der Gesetzestafel mit den 10 Geboten, Symbole für die vier Evangelisten. Der Mensch steht für Matthäus, der Löwe deutet auf Markus hin, der Stier symbolisiert Lukas und der Adler weist auf Johannes hin. Christus wird in Form einer großen Eichenholzstele mit vergoldeter Dornenkrone und Fingerzeig auf seine Herzwunde dargestellt. An der Fachwerkwand hinter der Christusstele hängt das Kreuz schräg als Zeichen, dass Christus alles Leiden überwunden hat und auferstanden ist.

Ein Schmuckstück der Innenausstattung ist der barocke Taufstein aus dem Jahr 1685. Er ist eine Dauerleihgabe der St. Johannis Kirchengemeinde Lüneburg und stammt aus der 1860/61 abgerissenen Lüneburger Lambertikirche. Auf dem Deckel sind Jesus und Johannes der Täufer als Knaben mit der Weltkugel dargestellt.

Ihren Namen verdanken Kirche und Gemeinde dem heiligen Martin von Tours und dem Reformator Martin Luther.

Martinuskirche Martinuskirche Martinuskirche
Taufbecken Altarraum Orgel